Global Policy Forum

Fachgespräch: Gemeinsame Prinzipien – unterschiedliche Verantwortung

GPF_Logo_4CkThe principle of Common But Differentiated Responsibilities (CBDR) is one of the cornerstones of the Rio Summit of 1992. For the first time governments accepted their different current and historic contribution to global environmental degradation. And they accepted their responsibility to restore the earth's ecosystems and pay for necessary adaptation measures. 20 years after the Rio Summit, this principle is one of the most debated issues in the climate and Post-2015 negotiations.

GPF together with terre des hommes invites you to a workshop on December 16th in Bonn, Germany, to disuss the political relevance of the principle, the current controversies around it and to formulate proposals for how to advance the principle in face of global power shifts, economic circumstances and the need to find a common understanding for global burden-sharing mechanisms in the climate and development talks ahead of us (German only).

Fachgespräch

(German only)

Gemeinsame Prinzipien – unterschiedliche Verantwortung
Verteilungsgerechtigkeit in den Klima- und Post-2015-Verhandlungen

Eine gemeinsame Veranstaltung von Global Policy Forum und terre des hommes

Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn
16. Dezember 2013, 10.30-17.00 Uhr

Das Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten (Common But Differentiated Responsibilities, CBDR) ist einer der Meilensteine des Erdgipfels von Rio 1992. Zum ersten Mal in der Geschichte hatten die Regierungen damals ihren unterschiedlichen gegenwärtigen und historischen Beitrag zur Umweltzerstörung anerkannt – und damit auch ihre unterschiedliche Verantwortung, für die Wiederherstellung des Ökosystems und die Anpassung an Umweltschäden zu bezahlen.

Über 20 Jahre nach seiner Verabschiedung ist dieses Prinzip zum Dreh- und Angelpunkt der Klima- und Post-2015-Verhandlungen geworden. Während die in der G77 zusammengeschlossen Länder des globalen Südens das Prinzip möglichst unverändert bewahren möchten, wollen die USA und andere Industrieländer es in der bisherigen Form abschaffen.

Angesichts der veränderten globalen Rahmenbedingungen lautet die entscheidende Frage, wie das Prinzip bewahrt, aber die unterschiedliche Verantwortung jenseits der anachronistischen Aufteilung der Welt in Industrie- und Entwicklungsländer neu definiert und in gerechte Kriterien der Lastenteilung und internationale Zahlungsverpflichtungen übersetzt werden kann. Diese Frage stellt sich nicht nur im Bereich internationaler Umweltpolitik. Die Diskussionen über die Verantwortlichkeiten im internationalen Finanzsystem, die Neubegründung der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit oder die extraterritorialen Staatenpflichten im Bereich des Menschenrechtsschutzes stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Kann möglicherweise ein neu begründetes und weiterentwickeltes Prinzip der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten über den Klimabereich hinaus für die gesamte Post-2015-Agenda als Leitprinzip dienen?

Für den Klimabereich liegen bereits diverse Vorschläge für die „Operationalisierung“ des Prinzips auf dem Tisch. So hat z.B. das Stockholmer Umweltinstitut das Greenhouse Development Rights Framework entwickelt, das Wuppertal Institut hat bereits vor einigen Jahren einen Vorschlag für „Equity in the Greenhouse“ unterbreitet, und der Wissenschaftliche Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat einen „Budgetansatz“ vorgeschlagen, der eine globale Obergrenze für den CO2-Ausstoß sowie die Aufteilung der Emissionsrechte pro Kopf der Weltbevölkerung vorsieht. Was sind die Vor-und Nachteile der bisherigen Modelle? Gibt es Alternativen?

Bei unserem Fachgespräch sollen die politische Bedeutung und die aktuellen Kontroversen um das Rio-Prinzip dargestellt und Empfehlungen für die Weiterentwicklung dieses Prinzips vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Diskussion gestellt werden. Wir laden Sie ein, sich an der Diskussion über diese brisanten Fragen zu beteiligen.

Den geplanten Ablauf des Fachgesprächs entnehmen Sie bitte dem Programm.

Um uns die weiteren Planungen zu erleichtern, bitten wir um Anmeldung bis spätestens zum 9. Dezember 2013 unter https://rsvp.globalpolicy.org/cbdr oder per email an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it .

Einladung und Programm (pdf, 300 KB)


 

FAIR USE NOTICE: This page contains copyrighted material the use of which has not been specifically authorized by the copyright owner. Global Policy Forum distributes this material without profit to those who have expressed a prior interest in receiving the included information for research and educational purposes. We believe this constitutes a fair use of any such copyrighted material as provided for in 17 U.S.C § 107. If you wish to use copyrighted material from this site for purposes of your own that go beyond fair use, you must obtain permission from the copyright owner.