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Workshop: Globale Partnerschaften

GPF_Logo_4CkDie 2030-Agenda und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) messen sogenannten Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren eine wichtige Rolle bei. Bereits seit der Jahrtausendwende gab es einen regelrechten Partnerschaftsboom. Diverse globale Partnerschaften und Multi-Akteurs-Initiativen, u.a. in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie, wurden seitdem ins Leben gerufen. Dem Boom liegt die Annahme zugrunde, Regierungen seien allein weder strukturell noch finanziell in der Lage, die globalen Probleme zu bewältigen. Kooperationen, die Wirtschaft und Zivilgesellschaft einschließen, gelten dagegen als pragmatisch, lösungsorientiert und effektiv. Für die Umsetzung der SDGs gelten sie bei Vielen als unentbehrlich. In unserem Workshop wollen wir gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diese Fragen mit Blick auf verschiedene globale Partnerschaften in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie diskutieren. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie Politik und Zivilgesellschaft zukünftig mit solchen globalen Partnerschaften umgehen sollen. Wo bestehen Grenzen bzw. Risiken des Partnerschaftsansatzes? Welche Alternativen gibt es? Welche Regeln und Standards wären notwendig, um Rechenschaftspflicht und Transparenz zu stärken und Interessenkonflikte zu vermeiden?




January 11, 2017 | GPF

Globale Partnerschaften

Wundermittel zur Umsetzung der 2030-Agenda?

Workshop am 7. Februar 2017, 10:30 – 17:30 Uhr
Haus der evangelischen Kirche, Adenauer-Allee 37, 53113 Bonn

Die 2030-Agenda und ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) messen sogenannten Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren eine wichtige Rolle bei. Bereits seit der Jahrtausendwende gab es einen regelrechten Partnerschaftsboom. Diverse globale Partnerschaften und Multi-Akteurs-Initiativen, u.a. in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie, wurden seitdem ins Leben gerufen. Dem Boom liegt die Annahme zugrunde, Regierungen seien allein weder strukturell noch finanziell in der Lage, die globalen Probleme zu bewältigen. Kooperationen, die Wirtschaft und Zivilgesellschaft einschließen, gelten dagegen als pragmatisch, lösungsorientiert und effektiv. Für die Umsetzung der SDGs gelten sie bei Vielen als unentbehrlich.
Zivilgesellschaftliche Organisationen und manche Regierungen sehen in diesem Trend aber auch eine Reihe von Risiken und ungeklärten Fragen:

  • Untergraben Partnerschaften die Bedeutung zwischenstaatlicher Organisationen und Entscheidungsprozesse unter dem Dach der Vereinten Nationen?
  • Werden durch globale Partnerschaften tatsächlich die benötigten neuen und zusätzlichen Mittel zur Umsetzung der SDGs mobilisiert?
  • Wie kann verhindert werden, dass privatwirtschaftliche Akteure durch Partnerschaftsinitiativen illegitimen Einfluss auf politische Entscheidungen erhalten?
  • Wie lassen sich Interessenkonflikte vermeiden?
  • Werden die Wirkungen von Partnerschaften unabhängig überprüft, sind die Partnerschaften gegenüber öffentlichen Gremien rechenschaftspflichtig und welche Instrumente der Kontrolle existieren?

In unserem Workshop wollen wir gemeinsam mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diese Fragen mit Blick auf verschiedene globale Partnerschaften in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Energie diskutieren. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie Politik und Zivilgesellschaft zukünftig mit solchen globalen Partnerschaften umgehen sollen. Wo bestehen Grenzen bzw. Risiken des Partnerschaftsansatzes? Welche Alternativen gibt es? Welche Regeln und Standards wären notwendig, um Rechenschaftspflicht und Transparenz zu stärken und Interessenkonflikte zu vermeiden?

Wir laden Sie ein, diese Fragen mit uns in Bonn zu diskutieren. Das Programm der Veranstaltung finden Sie im Anhang. Um Anmeldung bis zum 1. Februar 2017 bitten wir unter https://rsvp.globalpolicy.org/workshop_globale_partnerschaften/. Für Fragen und Rückmeldungen erreichen Sie uns unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it .

Einladung und Programm (PDF).

 

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