Reichensteuer. Aber richtig! Veranstaltung mit Gabriel Zucman

Podiumsdiskussion mit Buchvorstellung
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Veranstaltung mit Gabriel Zucman
Veranstaltung mit Gabriel Zucman
Podiumsdiskussion mit Buchvorstellung
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin
Friedrich-Ebert-Stiftung, Global Policy Forum Europe, Suhrkamp, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Milliardär:innen zahlen oft weniger Steuern als die Mittelschicht. Nicht aus technischen Gründen, sondern weil der politische Wille fehlt, dies zu ändern. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Und eine Frage der Demokratie.

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman gehört zu den international renommiertesten Forschenden zu Steuergerechtigkeit und Vermögenskonzentration. Seit Jahren zeigt er, wie sich extreme Vermögen systematisch der Besteuerung entziehen. Was daraus folgt, ist klar: Staaten verlieren dadurch Milliarden an Einnahmen. Gesellschaften verlieren Vertrauen in die Gleichheit vor dem Gesetz. Demokratien verlieren Handlungsspielräume.

Auch in Deutschland ist diese Entwicklung deutlich sichtbar. Vermögen sind so ungleich verteilt wie in wenigen anderen Ländern. Die Gesellschaft ist reicher geworden, aber nicht gerechter. Aus der Nachkriegsgesellschaft breiten Wohlstands ist eine ungleiche Erbengesellschaft entstanden. Gleichzeitig fehlen öffentliche Mittel für Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und öffentliche Daseinsvorsorge, obwohl das Geld vorhanden wäre.

Zucmans Antwort ist klar. Er plädiert für eine Mindeststeuer für Ultra-Reiche. In seinem neuen Buch „Reichensteuer. Aber richtig!“, das Anfang 2026 auf Deutsch erscheint, legt er dar, wie Besteuerung den Gleichheitsgrundsatz konsequent umsetzen kann. Die Einkommenssteuer, einst ein zentraler demokratischer Fortschritt, würde damit vollendet. Auch Milliardär:innen würden tatsächlich einbezogen.

Darüber diskutieren wir mit Gästen aus Wissenschaft, Journalismus, Zivilgesellschaft und Politik:

  • Gabriel Zucman, Professor an der University of California, Berkeley, Direktor der Europäischen Steuerbeobachtungsstelle;
  • Julia Friedrichs, Journalistin, Autorin und Filmemacherin;
  • Julia Jirmann, Referentin für Steuerrecht und Steuerpolitik beim Netzwerk Steuergerechtigkeit;
  • Tim Klüssendorf, Mitglied des Bundestages, Generalsekretär der SPD.
  • Moderation: Sarah Ganter, Director, Sustainable Development programme, Global Policy Forum Europe (GPFE Europe).

Mehr dazu finden Sie hier im Programm

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über die Ursachen von Vermögenskonzentration zu sprechen und über politische Wege, ihr wirksam zu begegnen. In Deutschland und international. Und über die Frage, warum gerechte Besteuerung eine Voraussetzung für eine handlungsfähige Demokratie ist.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Anmelden können Sie sich bis zum 25. Januar 2026 über die Website der Friedrich-Ebert-Stifung. Es gilt das Prinzip: First come, first served.

Die Veranstaltung findet mit Simultandolmetschung Deutsch–Englisch/Englisch-Deutsch statt. Es wird zusätzlich einen Livestream der Veranstaltung auf unserem Youtube-Kanal geben. Mehr Informationen dazu folgen per Email und auf der Website der Friedrich-Ebert-Stifung

Friedrich-Ebert-Stiftung