Frauenrechte stehen weltweit unter zunehmendem Druck. Gleichstellung der Geschlechter und sexuelle und reproduktive Rechte werden längst nicht mehr nur von radikalen Gruppierungen am Rande der Gesellschaft attackiert – rechtspopulistische Regierungen, und allen voran die USA, geben ihnen prominente Rückendeckung. Gleichzeitig verschärfen digitale Technologien neue Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Vor diesem Hintergrund trafen sich vom 9. bis 19. März 2026 in New York tausende Staatenvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen zur 70. Sitzung der UN Frauenrechtskommission (CSW70), dem weltweit größten Forum für Frauenrechte.
Zentral auf der Agenda stand das Thema digitale Gewalt gegen Frauen, die in Zeiten von Künstlicher Intelligenz neue Ausmaße angenommen hat. Mit Sorge wurde von den Delegierten außerdem die im Rahmen des UN Reformprozesses (UN80) angekündigte Zusammenlegung von UN Women und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) diskutiert. Der Schritt ist ein gefährliches Unterfangen in Zeiten des Backlashs gegen Feminismus und Gleichstellung. Kritiker:innen befürchten, dass damit ein Einfallstor für die weitere Beschneidung von Frauenrechten geschaffen wird
Dieses Briefing beleuchtet zentrale Ergebnisse der CSW70 und fasst Empfehlungen zur Bekämpfung digitaler Gewalt und bestehende rechtliche Lücken zusammen – vor dem Hintergrund eines globalen Backlashs gegen Frauenrechte.
