Cross-cutting

Die MDGs und die Armutsindikatoren von Weltbank und UN – Defizite und Alternativen.

Als erstes Millenniumsentwicklungsziel (MDG) haben die Regierungen vereinbart, den Anteil der Menschen, die in „extremer Armut“ leben, bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Aber worüber reden wir eigentlich, wenn wir über „Armut“ reden? Wie zählt man Arme? Ist die vielzitierte Einkommensgrenze von einem US-Dollar pro Tag ein sinnvolles Maß für die „extreme“ Armut? Welche Schwächen haben die von der Weltbank entwickelten Indikatoren? Und wie können alternative Armutsindikatoren aussehen?

Diese Fragen haben wir bei einem Workshop am 2. Dezember 2006 in [...]

Future Models of Multilateralism?

This Global Policy Forum-Friedrich Ebert Foundation joint paper analyzes how UN relations with NGOs as well as the corporate sector affect international policymaking and multilateralism. The author, GPF-Europe's Jens Martens, warns that "despite the image of greater flexibility and efficiency," such partnerships could increase businesses' influence in politics while impeding long-term development strategies. Martens therefore calls for a system to regulate the UN's interaction with corporations, ensuring that profit-driven initiatives do not overshadow public interests.

Was die Regierungen des Südens daran hindert, Armutsbekämpfung aus eigener Kraft zu finanzieren – und was dagegen getan werden kann.

Die Frage, wie die soziale und  ökonomische Entwicklung in  den Ländern des Südens finanziert werden kann, beschäftigt  seit vielen Jahren Politiker und internationale Organisationen.  Sie stand im Zentrum zahlreicher Weltkonferenzen, insbesondere des Kopenhagener Weltgipfels f ü r soziale Entwicklung  1995 und der UN-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung  2002 in Monterrey. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Gewerkschaften konzentrierten sich dabei vor allem auf  die Frage, wie im Norden mehr Geld f ü r den S ü den mobilisiert werden kann – sei es durch Erhöhung [...]

Tax evasion, capital flight and the misuse of public money in developing countries – and what can be done about it

To decrease their dependency on rich countries and achieve long-term development, poor countries must raise revenue domestically. In this paper, author Jens Martens looks at a range of different obstacles that prevent governments of poor countries from raising sufficient public revenue and spending it on development. For example, governments of rich countries pressure poor countries to liberalize trade, thus reducing customs revenues. Also, ineffective tax systems exempt transnational corporations, landowners and rich individuals from paying taxes to poor countries. ( [...]

Kein Geld für die Armen? Ursachen – Analysen – Alternativen

Quantitative und qualitative Defizite der Entwicklungsfinanzierung stellt Yilmaz Akyüz zusammen und kritisiert, dass sich der Internationale Währungsfonds um Entwicklung und Armutsbekämpfung kümmert, statt sich der Sicherung der Liquidität von Ländern mit vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten zu widmen. Ebenfalls unbefriedigend ist der Beitrag der Europäischen Union. Zwar hat sich die EU erstmals dazu verpflichtet, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens bis 2015 für die Entwicklungszusammenarbeit auszugeben.

Zugleich aber hat die EU den Begriff Entwicklungshilfe in bedenklicher Weise erweitert, wie Mirjam van Reisen und Simon Stocker [...]

Perspektiven nach dem Weltgipfel 2005

Nichtstaatliche Organisationen haben in den Vereinten Nationen (UN) seit Anfang der 1990er Jahre erheblich an Bedeutung gewonnen. Versuche, ihre formellen Beteiligungsmöglichkeiten zu reformieren, hatten jedoch seit der letzten Überprüfung der Konsultativbeziehungen zwischen UN und NGOs 1996 keinen Erfolg. Die Vorschläge des vom UN-Generalsekretär eingesetzten „Cardoso-Panels“ spielten in den Reformdebatten des Jahres 2005 keine Rolle. Statt dessen setzten die Regierungen im Vorbereitungsprozess zum Millennium+5-Gipfel der Vereinten Nationen das entgegengesetzte Signal: Im Gegensatz zu den Weltgipfeln der 1990er Jahre und den Tagungen [...]

Zwischenbilanz und Zukunftsperspektiven

Die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft und die Rechte und Pflichten Transnationaler Konzerne waren in den vergangenen Jahren Thema unzähliger Konferenzen, Studien, politischer Initiativen und internationaler Kampagnen. Im Jahr 2000 wurde der Global Compact ins Leben gerufen und die überarbeiteten OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen traten in Kraft; im Jahr 2002 beschlossen die Regierungen beim Johannesburg-Gipfel für nachhaltige Entwicklung - nicht zuletzt auf Druck einer internationalen Kampagne von NGOs und Gewerkschaften– die Verantwortlichkeiten und Pflichten von Unternehmen durch die Entwicklung zwischenstaatlicher Abkommen [...]

Non-Governmental Organisations (NGOs) have acquired considerable importance at the UN since the beginning of the 1990s. Yet attempts made since the last review of the consultative arrangements between the UN and NGOs, in 1996, to reform NGOs’ formal opportunities for participation, have been unsuccessful. The recommendations made by the Cardoso-Panel on the future of UN-civil society relations played no apparent part in debates on UN reform in 2005. Instead, governments sent out the opposite signal during the Millennium+ 5 Summit [...]

Perspektiven nach dem Weltgipfel 2005

Nichtstaatliche Organisationen haben in den Vereinten Nationen (UN) seit Anfang der 1990er Jahre erheblich an Bedeutung gewonnen. Versuche, ihre formellen Beteiligungsmöglichkeiten zu reformieren, hatten jedoch seit der letzten Überprüfung der Konsultativbeziehungen zwischen UN und NGOs 1996 keinen Erfolg. Die Vorschläge des vom UN-Generalsekretär eingesetzten „Cardoso-Panels“ spielten in den Reformdebatten des Jahres 2005 keine Rolle. Statt dessen setzten die Regierungen im Vorbereitungsprozess zum Millennium+5-Gipfel der Vereinten Nationen das entgegengesetzte Signal: Im Gegensatz zu den Weltgipfeln der 1990er Jahre und den Tagungen [...]

The Human Development Report 2005

The United Nations Development Program (UNDP) published the 2005 Human Development Report just a week before the Millenium+5 Summit. The release was intended to influence governments to promote a more incisive approach to development, aid and security policies. This briefing paper analyzes the report and agrees with the UNDP's concern that in the current path towards achieving the Millennium Development Goals, the lack of distribution and social justice policies is leading to a "blind spot." (Global Policy Forum and Friedrich [...]