Viel zu früh hat Jens Martens diese Welt verlassen. Eine Welt, in der Menschen wie er dringender denn je gebraucht werden. Jens hätte das von sich gewiesen, war doch seine ausgeprägte Bescheidenheit einer seiner wesentlichen Charakterzüge.
Mit Jens Martens verlieren wir einen wichtigen Vordenker globaler Nachhaltigkeitspolitik, einen Mentor und guten Freund. Sein viel zu früher Tod macht uns sehr betroffen. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie.
Dieses Briefing analysiert die politischen und strukturellen Ursachen der mangelnden Fortschritte bei der Umsetzung der SDGs und diskutiert verschiedene Optionen für eine wirkungsvolle „Beyond 2030 Agenda“, von Fragen der Entwicklungsfinanzierung und internationalen Kooperation bis hin zu einer grundsätzlichen Debatte über das bisherige Verständnis von Entwicklungspolitik. Es ist das letzte Briefing unseres ehemaligen Direktors Jens Martens, dass wir in dankbarer Erinnerung an sein langjähriges Engagement für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung veröffentlichen.
Die globale Gesundheit befindet sich in einer tiefen Krise: Kürzungen öffentlicher Mittel und wachsende Ungleichheit bedrohen das Menschenrecht auf Gesundheit und lassen 4,5 Milliarden Menschen ohne grundlegende Versorgung zurück. Viele sehen nun eine Chance darin, private Akteure einzubinden, um diese Finanzierungslücke zu schließen – ohne dies jedoch kritisch zu hinterfragen. Vor diesem Hintergrund haben wir mit Brot für die Welt und Misereor sechs Thesen zur Rolle privater Akteure in der globalen Gesundheitspolitik formuliert und konkrete Forderungen an die Bundesregierung gerichtet.



