Wer zieht in der globalen Gesundheitspolitik wirklich die Fäden? Massive Kürzungen öffentlicher Mittel bedrohen das Menschenrecht auf Gesundheit und bringen das globale System unter enormen Druck. Um diese Finanzierungslücken zu schließen, setzen Regierungen zunehmend unkritisch auf die Beteiligung privater Akteure – mit weitreichenden Folgen für den Zugang zu Medikamenten und die politische Einflussnahme.
Die globale Gesundheit befindet sich in einer tiefen Krise: Kürzungen öffentlicher Mittel und wachsende Ungleichheit bedrohen das Menschenrecht auf Gesundheit und lassen 4,5 Milliarden Menschen ohne grundlegende Versorgung zurück. Viele sehen nun eine Chance darin, private Akteure einzubinden, um diese Finanzierungslücke zu schließen – ohne dies jedoch kritisch zu hinterfragen. Vor diesem Hintergrund haben wir mit Brot für die Welt und Misereor sechs Thesen zur Rolle privater Akteure in der globalen Gesundheitspolitik formuliert und konkrete Forderungen an die Bundesregierung gerichtet.
Es gibt unzählige Fälle, in denen wirtschaftliche Aktivitäten dazu führen, dass Menschenrechte missachtet werden. Für Betroffene ist es oft schwer, Zugang zu Recht zu bekommen – vor allem bei grenzüberschreitenden Fällen. Genau hier setzen die Verhandlungen zu einem UN-Treaty an: Sie sollen solche Lücken schließen und Unternehmen zur Verantwortung ziehen.
Vier Erkenntnisse aus der vierten Verhandlungsrunde zur UN-Steuerrahmenkonvention
By Sarah Ganter




