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Der G7-Gipfel fand unter Teilnahme von Bundeskanzler Merz vom 15. bis 17. Mai im französischen Evian statt. Um der amtierenden US-Regierung entgegenzukommen, werden in den diesjährigen Communiqués der G7 weder Begrifflichkeiten wie „Nachhaltigkeit“, „Gender“ oder „Agenda 2030“ erwähnt. Auch wurden keine relevanten Maßnahmen beschlossen, um signifikante Fortschritte in diesen Bereichen zu erzielen. 

Die zunehmende Fragmentierung und der Finanzierungskollaps des globalen Gesundheitssystems haben es in eine fundamentale Krise gestürzt. Immer mehr internationale Organisationen, Gesundheitsfonds und Multi-Stakeholder-Initiativen (MSI) agieren parallel und konkurrieren um Ressourcen und Einfluss. Eine zentrale Frage ist deshalb, wer Prioritäten in der globalen Gesundheitspolitik setzt und welche Rolle die WHO künftig spielen soll?
Dieses Briefing analysiert die politischen und strukturellen Ursachen der mangelnden Fortschritte bei der Umsetzung der SDGs und diskutiert verschiedene Optionen für eine wirkungsvolle „Beyond 2030 Agenda“, von Fragen der Entwicklungsfinanzierung und internationalen Kooperation bis hin zu einer grundsätzlichen Debatte über das bisherige Verständnis von Entwicklungspolitik. Es ist das letzte Briefing unseres ehemaligen Direktors Jens Martens, dass wir in dankbarer Erinnerung an sein langjähriges Engagement für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung veröffentlichen.