Aktuell

Booster für die Globale Nachhaltigkeitspolitik dringend gesucht: Bericht vom HLPF 2026

In Zeiten wie diesen kann es schon politisch mutig sein, die langfristigen Ziele im Kampf für eine bessere Welt nicht aus dem Blick zu verlieren. Trotz des Backlashs gegen die globale Nachhaltigkeitspolitik kamen vom 7. bis 15. Juli 2026 Regierungsvertreter:innen und Interessengruppen beim jährlich stattfindenden High-level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) in New York  zusammen, um über den Stand der Umsetzung und die Zukunft der Agenda 2030 zu beraten.

Dieser Beitrag fasst die zentralen Ergebnisse zusammen.

Europe surrenders, Brazil pushes back: The G7 Summit in Evian in review

The G7 Summit took place in Evian, France, from 15 to 17 May, with Chancellor Merz in attendance. In an effort to accommodate the current US administration, this year’s G7 communiqués make no mention of terms such as ‘sustainability’, ‘gender’ or ‘Agenda 2030’. Nor were any relevant measures agreed upon to achieve significant progress in these areas. 

Machtkampf um die globale Gesundheit: Welche Rolle soll die WHO künftig spielen?

Die zunehmende Fragmentierung und der Finanzierungskollaps des globalen Gesundheitssystems haben es in eine fundamentale Krise gestürzt. Immer mehr internationale Organisationen, Gesundheitsfonds und Multi-Stakeholder-Initiativen (MSI) agieren parallel und konkurrieren um Ressourcen und Einfluss. Eine zentrale Frage ist deshalb, wer Prioritäten in der globalen Gesundheitspolitik setzt und welche Rolle die WHO künftig spielen soll?

Publikationen

Die globale Nachhaltigkeitsagenda in der Defensive: Optionen für eine Beyond 2030 Agenda

Dieses Briefing analysiert die politischen und strukturellen Ursachen der mangelnden Fortschritte bei der Umsetzung der SDGs und diskutiert verschiedene Optionen für eine wirkungsvolle „Beyond 2030 Agenda“, von Fragen der Entwicklungsfinanzierung und internationalen Kooperation bis hin zu einer grundsätzlichen Debatte über das bisherige Verständnis von Entwicklungspolitik. Es ist das letzte Briefing unseres ehemaligen Direktors Jens Martens, dass wir in dankbarer Erinnerung an sein langjähriges Engagement für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung veröffentlichen.

UN-Verhandlungen im Spannungsfeld von Wirtschaftslobby und globaler Gerechtigkeit

Vom 20. bis 24. Oktober 2025 sind im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) 63 Staaten zusammengekommen, um über ein internationales Menschenrechtsabkommen zur Regulierung von Unternehmen und ihrer Wertschöpfungsketten (auch „UN-Treaty“ genannt) zu verhandeln. Seit der Verabschiedung der Resolution 26/9 durch den UN-Menschenrechtsrat im Jahr 2014 hat die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe, die für die Erarbeitung eines solchen Abkommens mandatiert wurde, elf Mal getagt. 

Die Verhandlungen knüpften an die Fortschritte der vergangenen Verhandlungsrunde im Dezember 2024 an und sind ein [...]

Ohne faire Besteuerungsrechte keine nachhaltige Entwicklung

Heute beginnt in Nairobi die dritte zwischenstaatliche Verhandlungsrunde über die Zukunft der internationalen Steuerregeln. Mit einer Steuerrahmenkonvention unter dem Dach der Vereinten Nationen (UN) wird erstmalig ein umfassendes Regelwerk der internationalen Steuerkooperation unter gleichberechtigter Beteiligung der Länder des Globalen Südens erarbeitet. Der Prozess läuft bis Ende 2027. Mehr als 80 Vertreter:innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus aller Welt haben sich angemeldet, um die Verhandlungen in Nairobi zu beobachten. 

Denn die Entscheidung für eine Konvention ist das [...]

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Treaty Alliance

Pressemitteilung vom 12.02.2020 | Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist machbar – für Unternehmen genauso wie für den Gesetzgeber. Das zeigt ein Rechtsgutachten der Initiative Lieferkettengesetz, erstellt von Rechtsexpert*innen des Bündnisses mit Unterstützung durch Rechtsanwalt Robert Grabosch. Unternehmen in Deutschland sollen mit einem solchen Gesetz dazu verpflichtet werden, Mensch und Umwelt bei ihren globalen Geschäften besser zu schützen.

Die SDGs im Schatten drohender Finanzkrisen

In vielen Ländern des Globalen Südens hat sich die Finanzlage in letzter Zeit erheblich verschlechtert. Bereits heute besteht nach Angaben des Internationalen Währungsfonds für 33 der ärmeren Länder ein hohes Risiko der Überschuldung oder sie sind bereits zahlungsunfähig. Aber auch reichere Länder sind von neuen Finanzkrisen bedroht. Hier ist es insbesondere der Privatsektor, von dem die Risiken ausgehen. Private Unternehmen haben billiges Geld und niedrige Zinsen genutzt, um sich massiv zu verschulden.