Cross-cutting

Die dritte Verhandlungsrunde über eine UN-Steuerrahmenkonvention in Nairobi 2025

Heute beginnt in Nairobi die dritte zwischenstaatliche Verhandlungsrunde über die Zukunft der internationalen Steuerregeln. Mit einer Steuerrahmenkonvention unter dem Dach der Vereinten Nationen (UN) wird erstmalig ein umfassendes Regelwerk der internationalen Steuerkooperation unter gleichberechtigter Beteiligung der Länder des Globalen Südens erarbeitet. Der Prozess läuft bis Ende 2027. Mehr als 80 Vertreter:innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus aller Welt haben sich angemeldet, um die Verhandlungen in Nairobi zu beobachten. 

Denn die Entscheidung für eine Konvention ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Bohrens dicker [...]

High capital costs as an obstacle to development

Governments in the global south pay significantly higher interest rates on loans and bonds than governments in the global north. This financial divide is a key cause of disparities in prosperity and development around the world. The price of money determines the extent to which a state can provide goods and services for its citizens like healthcare and education. It also determines how far necessary transformations, such as climate change adaptation, can be financed from domestic resources.

The issue has [...]

Hohe Kapitalkosten als Entwicklungshemmnis

Regierungen im globalen Süden zahlen signifikant höhere Zinssätze für Kredite und Anleihen als Regierungen im globalen Norden. Diese finanzielle Spaltung ist eine entscheidende Ursache für die Wohlstands- und Entwicklungsunterschiede. Der Preis des Geldes bestimmt, in welchem Umfang ein Staat öffentliche Güter zur Verfügung stellen kann. Er bestimmt auch, inwiefern nötige Transformationen, wie zum Beispiel Anpassung an den Klimawandel, aus Eigenmitteln finanziert werden können.


Das Thema hat in den letzten Jahren im entwicklungspolitischen Diskurs gehörig an Prominenz gewonnen und bestimmt auch [...]

Online-Briefing vom zweiten Weltsozialgipfel der Vereinten Nationen 2025

Vom 04. bis 06. November 2025 trifft sich in Doha, Katar die Weltgemeinschaft, um 30 Jahre nach dem ersten Weltsozialgipfel in Kopenhagen über den Stand und die Förderung sozialer Entwicklung zu sprechen. Obwohl damals Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung erstmals ins Zentrum eines UN-Gipfels rückten, sind die Herausforderungen bis heute weitgehend ungelöst: Noch immer leben über 800 Millionen Menschen in extremer Armut, fast die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu sozialer Sicherung, und besonders junge Menschen und Frauen sind [...]

Veranstaltung zum 2. Weltsozialgipfel der Vereinten Nationen am 15. Oktober 2025 um 17:00 in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und das UN-Forschungsinstitut für soziale Entwicklung (UNRISD) laden Sie in Zusammenarbeit mit dem Global Policy Forum Europe, Brot für die Welt und WECF anlässlich des 2. Weltsozialgipfels der Vereinten Nationen herzlich zu einer Veranstaltung ein:

30 Jahre nach dem ersten Welt­sozialgipfel in Kopenhagen ist unsere Welt mehr denn je von Ungleichheiten geprägt. Vielerorts lösen sich Sozialverträge auf. Es droht der gesellschaftliche Zusammenhalt auseinanderzubrechen – mit verheerenden Folgen für die betroffenen Menschen, aber auch [...]

Online-Briefing

Vom 20. bis 24. Oktober 2025 finden in Genf Verhandlungen über ein globales Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten (UN-Treaty) statt (11. Tagung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu einem verbindlichen Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte (IGWG)). Der UN-Treaty soll verbindliche Regeln für Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte schaffen und Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen einen besseren Rechtszugang ermöglichen. Wenn verabschiedet, ebnet er den Weg für umfassende 

Gesetze zur Regulierung von Liefer- und Wertschöpfungsketten auf globaler Ebene, inkl. Haftungsregeln für mehr Unternehmen [...]

Zoom online event

From October 20 to 24, 2025, negotiations on a legally binding instrument on business and human rights will take place in Geneva (11th session of the open-ended intergovernmental working group (OEIGWG) on transnational corporations and other business enterprises with respect to human rights).

The UN treaty aims to establish binding rules for companies to respect human rights and provide better access to justice for
victims of human rights violations. If adopted, it will pave the way for comprehensive legislation to [...]

German members of the European Parliament from the Christian Democratic Union (CDU) and Christian Social Union (CSU) want to abolish the EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive – if necessary, with far-right factions

After two years of negotiations, the EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) officially came into force on July 25, 2024. From July 2027, it will require large companies to respect human rights and the en vironment throughout their supply chains and to draw up and implement climate plans in line with the Paris Cli mate Agreement. Although the directive has some gaps, for example with regard to the financial sector, it is an important milestone on the road to [...]

Deutsche Europaabgeordnete der Union wollen EU-Lieferkettenrichtlinie abschaffen oder aushöhlen – notfalls gemeinsam mit Rechtsaußen-Fraktionen

Nach zweijährigen Verhandlungen trat am 25. Juli 2024 die EU-Lieferkettenrichtlinie (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) offiziell in Kraft. Sie verpflichtet große Unternehmen ab Juli 2027, Menschenrechte und die Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu achten sowie Klimapläne im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu erstellen und umzusetzen. Wenngleich die Richtlinie Lücken aufweist, etwa mit Blick auf den Finanzsektor, ist sie ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft weltweit.

Am 26. Februar 2025 schlug die EU-Kommission jedoch [...]

Faire Entschuldung zwischen Multilateralismus und Nationalismus

In Ländern des Globalen Südens spitzt sich die Schuldenkrise zu und schränkt den Handlungsspielraum für die Verwirklichung sozialer, wirtschaftlicher und politischer Menschenrechte massiv ein. Zugleich gerät die internationale Zusammenarbeit unter Druck: Rechtslibertäre und nationalistische Kräfte gewinnen an Einfluss und stellen das Grundprinzip multilateraler Zusammenarbeit offen infrage. So hat die vierte UN-Entwicklungsfinanzierungskonferenz in Sevilla dieses Jahr einmal mehr gezeigt, dass sich die USA unter Trump ganz explizit gegen inklusive, multilaterale Lösungsansätze im Rahmen der UN stellen. Auch andere Staaten des Globalen [...]